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2.10.2008 von admin.
Premiere hatte der Wagen am Wochenende vom 31.05. bis 1.06.2008 in Kulmbach auf der Plassenburg – quasi ein Heimspiel. Als besondere Herausforderung stellte sich die Anfahrt dar. Der Burgberg war zu steil, so musste ich über Forstwege durch den Buchwald anfahren. Jeder Ortskundige kann sich vorstellen, was das für eine Herausforderung bedeutet. Da auch im Wald einige „böse“ Steigungen zu bewältigen waren, lies ich den Anhänger auf dem Rückweg von einem Unimog rausschleppen.
Als nächstes (21.06.-22.06.2008) stand das Stadtfest in Bärnau an. Weite Anfahrt und eine Schweißperlen treibende Enge am Lagerplatz in der Altstadt, aber der Auf- und Abbau verlief ohne Zwischenfälle. Vor der Tür lag vom 12.07.-13.07.2008 dann wieder Creußen. Anfahrt und Lagerplatz ein Traum – zumindest aus rangiertechnischer Sicht.
Gleiches galt für Burgkunstadt (19.07.-20.07.2008), wobei der Platz auch lagertechnisch seinen Reiz hatte.
Vom 26.07. bis 27.07.2008 ging es wieder in die Oberpfalz ins schöne Kemnath. Auch hier waren die Bedingungen perfekt.
Eigentlich hätte man gleich dort Urlaub machen können, denn am darauf folgenden Wochenende (02.08.-03.08.2008) folgte schon Eschenbach. Auch hier alles Super!
So, dass war, zumindest mit Planwagen, das Ende der Saison. Bis 2009! Wer weitere Fotos zu den Märkten sehen will, kann dies entweder auf meiner Homepage (www.ivopetschke.de) oder auf der des Vereins (www.baieruther-katzbalgerey.de) tun.
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28.5.2008 von admin.
Bevor der Wagen in sein Quartier in Kulmbach verbracht wurde, ging es auf die Waage. Stolze 650 kg wiegt der Wagen ohne Aufbau!
Dann war erst einmal Winterpause.
Zwischen Ostern und Pfingsten erfolgte dann der Anstrich.
Nach der Einholung diverser Angebote, hatten wir uns für die Firma „Westernbedarf-Halang“ (www.halang.de) aus Freiberg entschieden. Sie machten mit Abstand den kompetentesten Eindruck. Rein auf Basis meiner Maßangaben fertigte uns die Familie Halang eine perfekte Plane. Leider gab es bei der Stoffauswahl ein Verständigungsproblem, sodass der dunklere Stoff geliefert wurde. Ein kurzer Anruf genügte und die Reklamation wurde großzügig anerkannt und die Plane in dem gewünschten helleren Stoff ausgeführt. So etwas nennt man Kundenservice! Ich kann die Firma Halang uneingeschränkt empfehlen.
Hier nun zwei Fotos des fertigen Wagens.
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29.12.2007 von admin.
Die restlichen Samstage im Dezember verbrachten wir weitgehend bei Siggi in der Werkstatt. Da ihm daran gelegen war, den Wagen baldmöglichst fertig zu stellen, damit er wieder Platz in seiner Werkstatt hat, hängte er noch den ein oder anderen Abend ran.
Am Samstag, den 29. Dezember war es dann endlich soweit, der letzte Nagel konnte eingeschlagen werden! Der Wagen war quasi fertig. Jetzt ist nur noch ein Innenanstrich notwendig, um das Holz vor „Wohnspuren“ zu schützen. Außerdem warten wir noch auf die gebogenen Vierkanteisen, über die später einmal die Plane gespannt werden soll, die es natürlich auch noch zu beschaffen gilt. Aber alles kein wirklicher Aufwand mehr, verglichen mit dem, was bis jetzt geleistet wurde.
Hier nun die Bilder des „Prachtstücks“:
Die Hinteransicht mit hochgeklappter und ver“riegel“ter Einstiegsluke. Durch den einfach aufgesteckten Querriegel ist die Luke auch beim holprigen Transport auf dem Autoanhänger gegen das ungewollte Herunterklappen gesichert.
Die Hinteransicht mit heruntergeklappter Einstiegsluke. Die Treppe ist fest mit der Luke verbunden. Die Stütze in der Mitte kann einfach entfernt werden und dient im geschlossenen Zustand der zusätzlichen Stabilisierung. Der Tisch im Innenraum ist im Moment eingeschoben.
Detailaufnahme der massiven und stabilen Treppe.
Detailaufnahme des eingeschobenen Tisches. Rechts auf der Bank liegen die zerlegten Stützen für die Bett-Tisch-Platte. Der Tisch kann ganz ausgezogen werden, das Tischbein abgenommen und die Platte auf die zusammengesteckten Stützen auf die Höhe der Bank abgesenkt werden und schups hat man eine breite Bettstatt.
Der ausgezogene Tisch – genug Platz, um fast die ganze Mittelaltergruppe aufzunehmen.
Der Wagen von Vorne. Die improvisierte Deichsel ist notwendig, um den Wagen manövrieren zu können. Durch die Klappen erreicht man den vorderen Teil des unter der Kinderschlaffläche liegenden Stauraums. Hier können später z.B. die Transportabdeckplane und beim Transport die Planwagenplane oder sonstige Ausrüstungsgegenstände verstaut werden.
Der „Meister“ und sein „Lehrling“ oder „Baumeister“ und „Bauherr“.
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9.12.2007 von admin.
So, da nun mein Urlaub vorbei ist, kann ich leider nicht mehr so aktiv mitarbeiten, außer an den Wochenenden. Aber ich hab volles Vertrauen zu “Schreinermeister” Siggi, dem ich als Büromensch so wie so nur in Form eins Gehilfen zur Hand gehen kann. Wobei ich sagen muss, dass ich im Laufe des Projekts doch schon einiges über die Verarbeitung von Holz gelernt habe.
Hier der zwischenzeitlich fertig gestellte Innenraum. Um sich die Dimensionen vorstellen zu können: Der Boden befindet sich 60 cm über dem Grund und die seitlichen Aufbauten sind 120 cm hoch. Somit befindet sich der obere Wandabschluss auf einer Höhe von 180 cm und bietet so guten Schutz gegen Wind und Wetter.
Detailaufnahme des Innenraums mit dem eingeschobenen Ausziehtisch. Der Rest der Tischplatte befindet sich unter der “Kinderschlafstätte”, dabei handelt es sich um die erhöhte Plattform.
Später wird das “Kinderzimmer” mit einem eigenen Vorhang abgetrennt, sodass es dort nicht immer aufgeräumt sein muss. Unter dem “Kinderzimmer” befindet sich ein großer Stauraum, der durch eine einfache Klappe unter der Tischplatte erreichbar ist. Zusätzlich wird über der Deichsel eine weitere Zugangsmöglichkeit geschaffen.
Die Erwachsenen schlafen auf der ausgezogenen und auf Höhe der Sitzbänke abgesenkten Tischplatte.
Neben dem Stauraum unter dem “Kinderzimmer”, hier rechts im Bild, befinden sich zwei weitere unter der Sitzbank zwischen den Rädern, hier in der Bildmitte gut zu erkennen.
Hier sieht man, leider aus einer schlechten Perspektive, die fertige Seitenwand auf der gegenüberliegenden Seite des obigen Fotos. Ohne die Plane und aus dieser Nähe, wirkt es ehr wie eine Plakattafel, oder ein Bretterzauen. Na ja, dann bleibt mir immer noch die Möglichkeit, den Wagen in der Nebensaison als Plakatträger zu vermieten.
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2.12.2007 von admin.
So langsam nimmt das Ganze Formen an:
Nochmal die Seitenansicht mit dem hinteren Radkasten. Man erkennt rechts im Bild schon den Stauraum unter der Sitzbank.
Hier die aktuelle Innenansicht mit der ca. 2,50 Meter lagen Sitzbank. Damit ist sie länger als eine herkömmliche Bierbank!
Der Überbau über der Vorderachse soll den Kindern als Schlafgelegenheit dienen. Darunter ist viel Stauraum und die Tischplatte kann auch eingeschoben werden.
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29.11.2007 von admin.
Diese Woche verbrachten wir hauptsächlich damit, den Aufbau anzubringen und durch Querverstrebungen zu stabilisieren. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Füße für die späteren Sitzbänke, die Radkästen und die Schlafstatt für die Kinder angelegt.
Wie man sich vorstellen kann, sind solche „Detailarbeiten“ sehr zeitintensiv.
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29.11.2007 von admin.
Am Samstag, den 24. November war der Boden zum großen Teil vollendet und wir begannen mit den Aufbauten.
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29.11.2007 von admin.
Am Freitag, den 23. November ging es mit dem Boden weiter.
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29.11.2007 von admin.
Am Donnerstag, den 22. November war es dann endlich soweit, das Projekt konnte begonnen werden. Zunächst transportierte ich den Wagen per Autotransportanhänger zu Siggi in die voll eingerichtete Schreinerwerkstatt, dann ging es mit dem Materialeinkauf weiter.
Noch am Nachmittag fingen wir an, die Bodenbretter zu montieren.
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29.11.2007 von admin.
Bereits im Jahr 2006 fingen wir an, etwas Geld für ein eigenes Zelt auf die Seite zu legen, da es mit einer vierköpfigen Familie für uns selbst und die Vereinsmitglieder doch etwas eng in den Vereinszelten wurde. Nachdem wir aber Ende der Saison ein paar Mal „Grundwasser“ im Vereinszelt hatten, reifte der Gedanke, einen „Mittelalterlichen Reisewagen“ zu bauen, damit wir einen festen Boden unter den Füßen haben.
Das Frühjahr nutze ich zur Recherche, was denn im 15. Jahrhundert so auf den Straßen herumfuhr. Dies gestaltete sich selbst unter Zuhilfenahme von Google als ausgesprochen schwierig, da es kaum Nachbauten, geschweige denn Originale gab. Erst nach Umwegen über die Universität Bayreuth, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und das Deutsche Museum in München wurde ich in der Tschechei fündig. Leider handelte es sich bei den dokumentierten Fahrzeugen mehr um Kampfwagen, als um Reisewagen.
Angeregt durch Filme, wie “Der Medicikrieger” und Abbildungen von modernen Zigeuner- und Schäferwagen, entschloss ich mich mit einem Vereinskollegen zu einer Eigenkreation.
Mitte 2007 ersteigerte ich in ebay einen alten Heuwagen, der das Grundgestell liefern sollte. Dieser wurde erstmal zum „Sommerschlaf“ im Carport verdammt, da ja „Mittelaltersaison“ war und die Wochenenden somit anderweitig ausgebucht waren. Außerdem war eines der Räder nicht in Ordnung und ich musste feststellen, dass die Wagner im vergangenen Jahrtausend sehr individuelle Vorstellungen von Rädern hatten - da soll noch mal einer was gegen die Normungswut der EU sagen!
Weitere Informationen über mein Mittelalterhobby findet Ihr hier: www.ivopetschke.de
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